Der Yohimbebaum hat eine graubraune, rissige Rinde und erreicht eine Höhe von bis zu 30m. Er ist häufig mit Flechten bewachsen. Seine Blätter sind oval spitz zulaufend. Er hat büschelige Blütenstände aus denen sich geflügelte Samen entwickeln.
Vorkommen
Der Yohimbebaum ist in den tropischen Wäldern von Gabun, Kamerun, Kongo und Nigeria beheimatet.
Geschichte
In Westafrika wird der Yohimbe schon sehr lange als Aphrodisiakum verwendet.
Drogen und Inhaltsstoffe
Als Droge wird die Rinde gesammelt. Sie wird als Yohimberinde oder Potenzrinde bezeichnet. Wissentschaftlich als Yohimbe cortex oder früher Cortex Yohimbehe.
Die Droge enthält verschiedene Alkaloide mit Yohimbin als Hauptwirkstoff. Ausserdem das Alkaloid Raubasin und Gerbstoffe.
Eigenschaften und Wirkungen
Die Yohimberinde ist eines der wenigen pflanzlichen Aphrodisiaka die auch von der Schulmedzin anerkannt werden. Das enthaltene Alkaloid Yohimbin erhöht die Durchblutung im Beckenbereich und steigert die Erregbarkeit der Nerven dieser Region.
Ausserdem hat es ähnlich dem Kokain eine lokal anästhesierende Wirkung und kann die Wahrnehmung verändern.
Eine Überdosierung kann zu einer Dauererektion oder bei sehr starker Überdosierung sogar zur Atemlähmung führen.
Verwendung
In der westafrikanischen Volksheilkunde wird die Rinde bei sexueller Schwäche und Impotenz verwendet.
In der westlichen Medizin wurde das Yohimbin zusätzlich als Lokalanästhetikum eingesetzt.
Die Rinde oder der Hauptwirkstoff, das Alkaloid Yohimbin, ist Bestandteil vieler medizinischer Fertigpräparate zur Behandlung von sexuellen Störungen. Auch in vielen Fertigpräparaten die in Sex-Shops angeboten werden ist Yohimbin enthalten. Aber oft in sehr schwacher Dosierung so das keine oder nur wenig Wirkung eintritt.
Auch in der Tiermedizin wird das Yohimbe zur Potenzsteigerung eingesetzt.
Yobimbe wird auch zur Durchführung von erotischen oder tantrischen Ritualen genutzt.
Zubereitung
Für einen Tee werden 4-8 Teelöffel mit einem halben Gramm Vitamin C versetzt und für etwa 10 min gekocht. Der Tee schmeckt sehr unangenehm und verursacht manchmal eine leichte Übelkeit.
In der Literatur gibt es unterschiedliche Angaben dazu ob die Yohimberinde zu den MAO-Hemmern gehört oder nicht. Man sollte sie am besten wie einen MAO-Hemmer behandeln.
Kultivierung
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