Muskatnuss

Myristica fragrans

Trivialname: Muskatnuss
Botanischer Name: Myristica fragrans
Familie: Myristicaceae - Muskatnussgewächse
   
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Namen und Synonyme
Muskatnußbaum

Botanisch: Myristica fragrans, Myristica aromatica. Der Name Myristica leitet sich von dem grichischen Wort myristikos "wohlriechend" ab.

English: Nutmeg Tree


Beschreibung
Der Muskatnussbaum ist ein zweihäusiger immergrüner 5- 20m hoher Baum. Er hat eine glatte grünlichgraue bis olivfarbene Rinde. Seine Blätter sind elliptisch und zwischen 8 bis 12 cm lang.

Die Blütezeit ist von März bis Juli wobei sich gelblichweiße Blüten bilden. Die gelben Früchte geben nach der Reife einen Kern ( die Muskatnuss) frei. Die Muskatnuss ist von einem rötlichen Samenmantel, wird auch Muskatblüte oder Macis genannt, umgeben. Die Muskatnuss ist bräunlich manchmal kugel- oder eiförmig und 2 bis 3,5 cm groß.


Vorkommen
Der Muskatnussbaum ist heimisch auf den Molukken. Er wird aber auch in vielen tropischen Ländern kultiviert. Die Hauptanbaugebiete sind heute Indonesien und die Karibikinsel Grenada.


Geschichte
Die Araber nutzten die Muskatnuss schon sehr lange als Heilpflanze und Aphrodisiakum. Sie brachten die Muskatnuss im 1 Jahrhundert nach Europa.

In alten indianischen Überlieferungen wird die Muskatnuss als "berauschende" Frucht erwähnt aber auch zur Behandlung von Asthma und Herzproblemen verwendet.

Im alten Indien wurde sie die "betäubende Frucht" genannt. Sie hat eine wichtige Rolle im Ayurveda.

Im 15. bis 17. Jahrhundert gehörte die Muskatnuss zu einer der wichtigsten Handelsgüter.

In England wurde sie bis ins vorige Jahrhundert hinein als "Zauberarznei" eingesetzt. Das Tragen einer Muskatnuss sollte gegen verschiedene Beschwerden wie Rheuma oder Rückenschmerzen helfen.

In Ägypten wird sie gelegentlich als Cannabis Ersatz geraucht. Ebenso wenn aus irgendwelchen Gründen kein Cannabis verfügbar ist, wie zum Beispiel im Gefängnis.


Drogen und Inhaltsstoffe
Die Muskatnuss enthält mit ca. 5-15 % ätherisches Öl welches zu ca. 80% aus Monoterpenen besteht sowie zu 10% aus Phenylallyllderivaten. (Hauptsächlich Myristicin, aber auch Safrol, Eugenol und Elemicin welche wahrscheinlich für die halluzinogene Wirkung verantwortlich sind).

Die Muskatblüte enthält aromatische Ether mit Myristicin als Hauptbestandteil. Daneben auch noch 5-15 % Ätherisches Öl.

Das ätherische Öl der Muskatnuss besteht zum überwiegenden Teil aus Monoterpenen . Mit Sabinen als Hauptbestandteil daneben Pinen, Limonen, Phellandren, Cineol und Terpinol.

Die Muskatbutter, auch Muskatbalsam genannt wird aus den Samen durch Auspressen gewonnen und besteht zu 30 -40 % aus Fetten ( gesättigt und ungesättigte) und dem atherischen Öl ( 5-10 % ). Ausserdem Farbstoffe.


Eigenschaften und Wirkungen
Die Muskatnuss hat eine aphrodisierende und anregende Wirkung. Ausserdem fördert sie die Verdauung und ist krampflösend. Äußerlich angewendet wirkt sie entzündungshemmend.

Größere Mengen (5-30g) können halluzinogen wirken. Ungefähr 2 bis 5 Stunden nach dere Einnahme setzt die Wirkung ein die von leichter Bewußtseinsveränderung bis hin zu intensiven Halluzinationen reicht. Die Wirkung beruht wahrscheinlich darauf das ein Teil der Wirkstoffe in Meskalin und Amphetamin ähnliche Verbindungen im Körper umgewandelt werden. Dabei können aber als Begleiterscheinung Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel auftreten. Hohe Dosen des Musskatnusöls können sogar zum Deliruim und eventuell bis zum Tode führen!

Das Safrol steht im Verdacht krebserregend zu sein und ist leberschädigend.

Das Muskatnussöl kann auf der Haut zu allergische Ausschläge verursachen.


Verwendung
Die Muskatnuss wird in der Volksmedizin bei Magen-und Darmproblemen und Rheuma verwendet. In der ayurvedischen Medizin wird sie zusätzlich auch gegen Schlaflosikeit, Inkontinenz und vorzeitigem Samenerguss eingesetzt.

Ausserdem ist sie ein wichtiges Gewürz. Als Gewürz wird sie pur oder als Bestandteil von Gewürzmischungen wie z.B. Curry verwendet.

Die Muskatblüte (Macis) wird bei Verdauungstörungen und als Gewürz verwendet.

Das Mukatnussöl wird in der Volksmedizin bei Blähungen, Verdauungsstörungen und als Stimulans innerlich angewendet. Äußerlich bei Rheuma. In der Industrie wird es zur Pruduktion von Zahn- und Mundpflegeartikeln verwendet. Ausserdem wird es für die Parfüm Herstellung benötigt.

Die Muskatbutter wird bei Verdauungsbeschwerden und äußerlich gegen Hautleiden und Rheuma verwendet.


Zubereitung
Für eine berauschende Wirkung wird mindestenst ein Teelöffel des Pulvers eingenommen. Dies kann dann von leichten Bewußtseinsveränerungen bis zur intensiven Halluzinationen führen. Es kann aber auch geschnupft oder als Cannabisersatz geraucht werden.

Die Zubereitung als Tee ist ebenso möglich wie das Einlegen in alkoholische Getränke.


Kultivierung
Der Muskatnussbaum wird durch seine Samen vermehrt. Er benötigt jedoch ein tropisches Klima.


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