Eibisch

Eibisch - Althaea officinalis L.

Trivialname: Eibisch
Botanischer Name: Althaea officinalis L.
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
   
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Namen und Synonyme

English: Marsh mallow
Deutsch: Eibisch, Samtpappel, Heilwurz, Weiße Malve, Sumpfmalve, Schleimwurzel, Driantenwurzel, Flusskraut.

Im botanischen Gattungs- und Artnamen stecken schon der Hinweis auf die Eigenschaften der Pflanze: "altho" ist das griechische Wort für "heilen", "malakos" steht für "weich" und "beruhigend". Auch in den zahlreichen Trivialnamen (hier sind nur einige aussagekräftige aufgeführt) finden sich Hinweise auf die Heilkraft.


Beschreibung

Der echte Eibisch ist eine mehrjährige, krautige, 0,6 bis 1,5 Meter hoch wachsende, komplett samtig-filzig behaarte Pflanze mit Blättern, die eine drei- bis fünffache Lappung aufweisen. Sie sind länger als breit und unregelmäßig gezähnt. Die 15-20 mm langen, kurz gestielten, blassrosafarbenen bis weißen Blüten erscheinen zwischen Juli und September in den Blattachseln als Trauben und haben 6 bis 9 am Grund verwachsene Außenkelchblätter. Die Staubblätter und der Griffel sind zu einer Röhre verwachsen. Aus den Blüten gehen scheibenförmige, gefurchte Spaltfrüchte mit 10 bis 18 Teilfrüchten hervor. Diese zerfallen bei der Reifung und setzen dann die Samen frei.


Vorkommen

Die Pflanze kommt auf feuchten, besonders salzhaltigen Standorten vor. Ursprünglich aus Asien, hat sie den Weg nach Osteuropa und zur deutschen Ostseeküste gefunden. Aus Kulturen verwildert sie manchmal.
Die Sumpfmalve kommt in Deutschland wild nur sehr selten vor. Deshalb steht sie unter Artenschutz. Wildsammlung ist also verboten!


Geschichte

Der Mensch brachte die Pflanze einst nach Mitteleuropa, was sie zum Archaeophyt macht.
Sie wurde in Klostergärten angebaut.
Früher wurde aus den Substanzen des Eibischs die Marshmallows hergestellt. Mittlerweile nutzt die Industrie dafür jedoch Ersatzstoffe. Die Bezeichnung dieser Süßigkeit basiert auf dem englischen Trivialnamen ("marsh mallow" = "Sumpf-Malve").


Drogen und Inhaltsstoffe

Die Drogen sind die getrockneten und (un-)geschälten Wurzeln (Althaeae radix) sowie die getrockneten Eibischblätter (Althaeae folium).
In den Wurzeln kommen Pektine (bis zu 16%), Stärke (bis zu 37%), Spuren von ätherischen Ölen, Gerbstoffe und Sterole vor. Die Hauptwirkstoffe sind jedoch die Schleimstoffe, die vor allem aus Galacturonorhamnanen und Arabinogalactanen bestehen. In der Wurzel kommen davon 10 bis 20 %, in den Blüten 5 bis 9% vor. Der Schleim setzt sich hauptsächlich aus Polysacchariden (Mehrfachzucker) zusammen, die in Verbindung mit Wasser quellen. Der Schleimstoffgehalt ist abhängig vom Erntezeitpunkt.


Eigenschaften und Wirkungen

Durch die einhüllenden, reizlindernden Eigenschaften der Schleimstoffe konnte in Tierversuchen auch eine gewisse immunstimulierende Wirkung nachgewiesen werden.
Schleimstoffe helfen allgemein bei Erkältungskrankheiten und den damit verbundenen Hustenattacken und Entzündungen.
Die Sumpfmalve hat ein weites Wirkungsspektrum: sie ist beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, hustenreizlindernd, gegen Magenübersäuerung, Magengeschwür, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Mundgeruch, Blasensteine, leichte Verbrennungen, rissige und trockene Haut, Ekzeme, Bisse und Insektenstiche, Splitter, Furunkel, Quetschungen und Muskelkater.


Verwendung

Die Wurzeln und Blätter werden sowohl bei entzündlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum als auch zur Auswurfförderung bei (trockenem) Reizhusten verwendet.
Die Inhaltsstoffe lindern auch leichtere Schleimhautentzündungen im Magen-Darm-Bereich. Die Volksmedizin nutzt die Pflanze in Form von aufweichenden Umschlägen oder Bädern, die bei entzündeter, rissiger und trockener Haut sowie Ekzemen eingesetzt werden. Auf Insektenstiche werden die zerquetschten, frischen Blätter gedrückt.
Die Traditionelle Anwendungsform ist der Eibischsirup.
Die ersten Marsh-Mallows wurden aus den Stängeln, Blättern und der Wurzel zubereitet. In Notzeiten kochte man die Wurzeln auch so. Sie schmecken zwar fade, sind aber Nahrhaft. Die Blätter und Blüten kann man in Salaten verwenden.


Zubereitung

Die Wurzel wird im zeitigen Frühjahr oder im Herbst (September bis November) nach der Blütezeit ausgegraben und so schnell es geht getrocknet. Die Blüten sammelt man, wenn sie frisch aufgeblüht sind. Da sich die Blütezeit der Pflanzen über Monate hinzieht, werden die Blüten nach und nach gesammelt. Erst nach der Blütezeit sollte man die Blätter ernten. Dann ist ihr Schleimgehalt am höchsten.
Aus diesen Zutaten kann man einen Kaltauszug machen. Beim Kochen sollen die Schleimstoffe ihre Wirkung verlieren. Deshalb werden etwa 3 Teelöffel geschnittene Wurzel oder ein bis zwei Teelöffel Kraut oder Blüten mit 200 ml kaltem Wasser übergossen und mindestens 8 Stunden stehen gelassen. Vor dem Trinken wird abgeseiht und auf Trinktemperatur angewärmt.
Die Wurzelstücke können auch gekaut werden. Sie schmecken süßlich und geben dann den Schleim direkt ab. Sie riechen jedoch säuerlich, wenn die Ware zu alt ist oder feucht gelagert wurde.


Kultivierung

Bevorzugt werden sonnige warme Standorte mit nährstoffreichen, gut wasserversorgten Lehm- oder Tonböden.
Der Eibisch kann aus Samen, Stecklingen und Wurzelteilstücken angezogen werden. Die Aussaat erfolgt im Frühling, die Wurzelteilung im Herbst. Pflanzabstand: etwa 60 cm.


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